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Kostenerhöhungen und kein Ende

Hohe Strompreise – Klage gegen das System der Merit-Order

Der Wiener Anwalt Dr. Georg Zanger bringt eine Klage gegen das System der Merit-Order ein.

Derzeit ist es so, dass der Strompreis an der Großhandelsbörse über das so genannte Merit-Order-System gebildet wird. Gehandelt wird in Leipzig, den Preis bestimmen die teuersten Kraftwerke, momentan solche, die mit Gas betrieben werden.

In Österreich wird Strom allerdings vorwiegend mittels „Erneuerbarer Energie“ erzeugt, Wasserkraft etwa. Energieunternehmen kaufen nur eine Restmenge zu. Um hohe Profite zu machen, legen Anbieter ihren Tarifen trotzdem den Börsenhöchstpreis zugrunde.

Der Wiener Anwalt Georg Zanger vermutet Marktmachtmissbrauch sowie allenfalls Kartellabsprachen dahinter und will nun dagegen vorgehen. Dr. Zanger will eine Sammelklage einbringen. Er hat bereits einen Prozessfinanzierer gefunden. Unternehmer, die sich der Klage anschließen wollen, gehen kein Risiko ein: https://www.heute.at/s/anwalt-plant-sammelklage-gegen-strompreis-wucher

Erhöhung der Stromnetzgebühren um 36% geplant?

Die Netzbetreiber planen offenbar eine Erhöhung der Stromnetzgebühren um 36 Prozent: https://kurier.at/wirtschaft/ak-warnt-vor-anstieg-der-netzkosten-bei-strom

Hier geht es vor allem um das Netzverlust-Entgelt. Freileitungsnetze haben bei der Übertragung einen um den Faktor 4 höheren Stromverlust als Erdkabel. Spannend, wenn man den Gedanken zu Ende spinnt. Alle „jammern“ dass wir zu wenig Energie im Inland produzieren. Aber über die Freileitungen „heizen“ wir die Umgebungsluft der Seile.

Egal, kann man ja über das Netzverlust-Entgelt den Endkunden weiter verrechnen.

Rudolf Niederwimmer, Interessengemeinschaft Landschaftsschutz Mühlviertel

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