Interessensgemeinschaft „Landschaftsschutz Mühlviertel“

Natur und Kultur bewahren

Naturnahe Waldgebiete, klares Wasser, satte Wiesen und Rückzugsort für seltene Tierarten: Der IG „Landschaftsschutz Mühlviertel“ liegt es am Herzen, die natürlichen und kulturellen Besonderheiten der nördlichen Region Mühlviertel zu pflegen und für die nächsten Generationen zu bewahren.

Wälder und Wiesen im natürlichen Gleichgewicht erhalten

Die kleinstrukturierten, artenreichen Wälder und die meist naturnahen Gewässer sind ein Refugium für teils gefährdete Tierarten: Hier leben Rotwild, Kaninchen oder der Biber und sorgen für ein natürliches Gleichgewicht. Seltene Pflanzenarten gedeihen auf unseren Wiesen und unsere landwirtschaftlichen Ackerflächen werden sorgsam (und vielfach in Bio-Qualität) bewirtschaftet. All das ist wesentlicher Bestandteil einer intakten Kulturlandschaft mit artenreichen Grün- und Waldflächen, die es unbedingt zu erhalten gilt. Diese Schätze, die in unserer Region beheimatet sind, beinhalten großes Potential, das derzeit auch touristisch sanft genutzt wird und durch die Nähe zum Ballungsraum immer mehr an Attraktivität zulegt.

Innovative Gesamtlösung als Investition in die Region verwirklichen!

Veraltete Technologien, die aus vielen Gründen nicht mehr zeitgemäß sind, werden mit Nachdruck abgelehnt. Eine Hochspannungs-Freileitung hätte in unserer grenznahen Region massive Nachteile zur Folge: Das Landschaftsbild würde – auf viele Jahrzehnte hinaus – ruiniert, zahllose Liegenschaften wären dauerhaft entwertet, das in verdienstvoller, langjähriger Netzwerk- und Öffentlichkeitsarbeit aufgebaute, sanft-touristische Potential würde zerstört und auch unser ganzes Ökosystem würde in vielerlei Hinsicht unter dieser Uralt-Technologie leiden. Schon vor über 10 Jahren wurde zum Schutz des Landschaftsbildes vom Windpark „Sternwald“ in Vorderweissenbach ausgehend eine 30 kV-Hochspannungsleitung als Erdkabel bis zum Umspannwerk Rohrbach realisiert! Daher fordert die „Interessengemeinschaft Landschaftsschutz Mühlviertel“ auch diesmal eine innovative Gesamtlösung auf Basis der Erdverkabelung. Die Region steht bereit, in intensiver Zusammenarbeit mit Behörden und Energiewirtschaft eine solche Gesamtlösung zu erarbeiten – auf professioneller Basis und zum allseitigen Vorteil!

Weitere Punkte

Forderung Erdkabel – Warum?

Um das Mühlviertel weiterhin sehr attraktiv für Gäste zu erhalten

Eine intakte Natur- und eine sanfte Kulturlandschaft spielen vor allem im Tourismus eine tragende Rolle. Hochspannungsfreileitungen passen definitiv nicht auf ein Urlaubsfoto! Und: Wer ständig „unter Strom“ steht, kann sich nicht erholen.

Keine Diskriminierung des ländlichen Raums

In der Stadt sind Erdkabel aufgrund der strukturellen Gegebenheiten seit langem im Einsatz (und zwar bis 380 kV, zB. in Wien oder Berlin). Den ländlichen Raum als wertvolle Erholungszone und Repräsentator von Brauchtum und Traditionen durch veraltete Technologien zu diskriminieren, ist nicht tragbar.

Eine schonende, innovative Gesamtlösung – für unsere Kinder und Enkelkinder

Verbauen wir nicht die Zukunft der kommenden Generationen – auch sie haben das Recht auf eine lebenswerte Natur- und Kulturlandschaft und möglichst schonenden Umgang damit!

Gesundheitliche Risiken durch relativ geringe Abstände von Freileitungen zu Wohnobjekten

Auch, wenn noch keine epidemiologischen Langzeituntersuchungen verfügbar sind: Freileitungen in relativer Nähe zu Wohnobjekten lassen langfristig eine Gefährdung der Gesundheit von Mensch und Tier befürchten.

Bedrohung von naturräumlich wertvollen Flächen und natürlichen Ressourcen

Die Realisierung von Freileitungskorridoren würde – in Zeiten klimawandelbedingter Extremwetterereignisse und massiver Borkenkäferkalamitäten – weitläufige Waldflächen bedrohen sowie Grünlandflächen und Streuobstwiesen nachteilig beeinflussen; außerdem würde eine Beeinträchtigung des Nahrungsangebotes für Insekten, Bienen und Wildtiere zu erwarten sein.

Was sagen die Projektbetreiber dazu…

Unterlagen zum Projekt

Fragen zum Stromnetz-Masterplan Oberösterreich 2026 bitte direkt an Johann Ecker (Moderator Beteiligungsprozess) oder Walter Wöss (Koordinator der Facharbeitsgruppe des Landes OÖ).

Johann Ecker Walter Wöss

Mögliche Trassen der 110kV – Freileitung

 

In dieser Google Map könnt ihr nachsehen, wo die möglichen Freileitungs-Trassen verlaufen könnten.
Tipp: wechselt auch mal auf die Sateliten-Ansicht und sucht euer Haus / euer Grundstück.

Was Betroffene sagen…

11 Jahre schaue ich schon aus dem Fenster unseres Hauses und betrachte die schönen Blumen, Bäume und den Morgenhimmel, wenn die Sonne aufgeht. Als ich hörte, dass 100m von unserem Haus entfernt bald riesige Masten und Stromkabel die Landschaft verschandeln war ich schockiert.
-Markus

Am meisten beunruhigt mich an der 110kv Freileitung, dass es Studien gibt, die ein erhöhtes Leukämierisiko bei Kindern entlang von Hochspannungsleitungen belegen.
-Stefanie

In unseren Nachbarländern werden auch statt Freileitungen Erdkabel verlegt.
Warum bei uns nicht?
-Sandra

Ich bin bestürzt darüber, zu wissen wie Politiker und Konzerne, mit Falschmeldungen und allen sonstigen Mittel, gezielt gegen die eigene Bevölkerung arbeiten.
-Christian

Ich teile die Sorgen meiner Kinder.
Ist es noch zeitgemäß die Landschaft und Gesundheit der nächsten Generationen zu gefährden?
-Marianne

Familie Fischerlehner (aus Waldschlag)

Wir sind gerade eben in unser neu errichtetes Eigenheim eingezogen und jetzt soll uns eine 110kV Freileitung vor die Haustür gesetzt werden. Wir sind natürlich um unsere Gesundheit und die  unserer Nachbarn/Verwandten besorgt. Ebenso wäre die damit resultierende Wertminderung unseres Wohnobjektes enorm.

Simone Lengauer & Gerald Draxler (aus Ahorn)

Wir verbringen schon seit mehr als zwanzig Jahren unseren Urlaub im Mühlviertel, weil wir die harmonischen Landschaftsformen und die naturverbundene Lebens- und Wirtschaftsweise vieler Leute hier sehr schätzen. Nun hören wir mit Entsetzen, dass quer über die Wiesen „unseres“ Bauernhofs, (Eggerhof in Preßleithen) die Trasse für eine Starkstromleitung geführt werden soll.

Wir sind nicht technikfeindlich und sehen die Notwendigkeit einer sicheren Stromversorgung durchaus ein, möchten die Verantwortlichen aber dringend bitten, bei der Entscheidung über die Trassenführung nicht den Weg der vermeintlich geringsten Kosten zu wählen, sondern das bestehende Landschaftsbild – das Ergebnis eines Lebens im Einklang mir der Natur von vielen Generationen – nicht achtlos zu zerstören. Dass es möglich ist, moderne Bedürfnisse an gewachsene Strukturen respektvoll und harmonisch anzupassen, zeigen mehrere Beispiele hier in der Gegend, zuletzt der Zubau zum Rathaus am Kirchenplatz von Rohrbach.

Mit Besorgnis, aber noch hoffnungsvoll.

Gwölbstüberl Helfenberg
Mag. Eva und Paul Srna (aus Wien)

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Interessante Aspekte

Die Netz OÖ GmbH (Tochtergesellschaft der Energie AG) demonstriert in einem Youtube-Video, wie die Leerverrohrung für ein 110 kV-Erdkabel eingepflügt wird.

Rekordgewinn im Jahr 2017

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Zur Bildquelle und weiteren Informationen

Verlegung eines 27 km langen 380 kV-Erdkabels in Köln Niehl.

Energie aktuell: Bayernwerk baut 110-kV-Erdkabelleitungen

Der Filmbeitrag aus der Reihe „Energie aktuell“ zeigt und erklärt die einzelnen Bauabschnitte einer neuen 110-kV-Kabelleitung, beispielhaft für mehrere Projekte der Bayernwerk AG.

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Aktuelle Beiträge

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Die IG Landschaftsschutz begrüßt, dass dem Stromnetzbetreiber „Netz OÖ“ sein eigenes Dokument aus 2003 noch erinnerlich ist. Hier nochmal der gesamte Artikel der OÖN zum Nachlesen.   Aussage Frostel 1: „Das ist ein internes Planungspapier, das viele Varianten beleuchtet hat, natürlich auch das Erdkabel“, sagte Unternehmenssprecher Michael Frostel auf OÖN-Anfrage. Stellungnahme IG Landschaftsschutz: Es handelt […]

110kv Freileitungsmast

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Bilder zum Nachdenken…

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