AllgemeinOffener Brief

Ein neuer „Nachtwanderweg“ durchs Mühlviertel

(Achtung Satire!)

Unsere Landestourismusorganisation, dem Tourismus-Landesrat Markus Achleitner zugeordnet, bewirbt gerade unsere schöne Mühlviertler Landschaft als Wanderparadies.

Eine Besonderheit für das Mühlviertler Wanderparadis ist zusätzlich in Planung. Der Wirtschafts-Landesrat Markus Achleitner befürwortet und begrüßt den Ausbau einer 110 KV Freileitung durch unsere schöne Region, mit 30 Meter hohen Masten und 40 Meter breiten Kahlschlägen durch zusammenhängende Waldgebiete. Nachdem nun besonders wichtige Verantwortliche aus der E-Wirtschaft schon nachweislich betont haben, dass „der Strombedarf des Mühlviertels unerheblich ist“, kann es sich dabei nur um die „Installation“ einer neuen, weltweit einzigartigen, Nacht-Wanderstrecke handeln. Und das unter dem Deckmantel einer Stromtrasse! Einfach genial wie die Wirtschaft in unserer Region belebt werden soll.

Machbar ist das alles nur, welch ein Glücksfall, weil der Aufsichtsratsvorsitzende der Energie AG Markus Achleitner heißt.

„Nachtwanderung“, unter diesem Schlagwort werden die Betten und Gaststätten des Mühlviertels gefüllt. Elektrohändler werden mit dem Verkauf von Leuchtstoffröhren nicht mehr nachkommen. Dabei funktioniert diese Idee ganz simpel. Der begeisterte Nachtwanderer stellt sich mit der Leuchtstoffröhre unter die Starkstromtrasse und los geht’s. Die Lampen leuchten von selbst, die 30 Meter hohen Masten sind die Wegmarkierungen und geben die Richtung vor.

Angeblich ist auch eine Variante für E-Bike Fahrer in Planung. Die Leuchtstoffröhren sollen dabei an den Akku angeschlossen werden. (an einer Schnellkupplung wird gerade getüftelt, internationale Vermarktung nicht ausgeschlossen). So kann dann auch ein müder Radfahrer die Strecke ohne Ladestopp bewältigen.

Rudolf Niederwimmer, ein begeisterter Wanderer

 

Petition „Ja Zu Erdkabeln – Nein Zu Umweltbelastenden Hochspannungsmasten“ unterschreiben

13 Gedanken zu „Ein neuer „Nachtwanderweg“ durchs Mühlviertel

  1. Es ist schon eigenartig, wie das Kurzzeitgedächtnis bei Politikern funktioniert. Sie schwören zum Wohle der Bürger zu arbeiten, kaum sind sie vereidigt, haben sie ihren Schwur schon vergessen und arbeiten zum Wohle von sich selbst. Wir kommen aus Bayern in das noch schöne Mühlviertel. Leider sind unsere Politiker auch so vergesslich!!

  2. Habe für unseren Tourismuschef einen passenden Werbeslogan: „Mit der nötigen SPANNUNG zum Strompilgern – auf nach Oberösterreich (oder besser Upper Austria), bei Beadarf ausbaufähig ins strahlende Tschechien!“

  3. Der „Nachtwanderweg“ ist gerade in Zeiten von Corona eine super Idee. Mit den Leuchtstoffröhren kann leicht und problemlos der Abstand zum Nächsten gemessen werden, der Babyelefant kann zu Hause bleiben.
    Jene Menschen, die durch die Maßnahmen und nicht durch das Virus schlaflose Nächte haben, finden hier einen Ausgleich. Das Ganze zur Freude Aller und direkt vor der Haustüre – Wumms!

  4. Wenn ein Politiker als „Volksvertreter“ im Aufsichtsrat eines Konzernes sitzt, wo es bekanntlich um Gewinnmaximierung aber nicht unbedingt um das Wohl der Menschen geht, ist das nicht ein Widerspruch?

  5. Wenn ein Politiker der für Tourismus zuständig ist, sich zur Freileitung bekennt, kann es nur daran liegen, dass ihm der Sessel des Aufsichtsrates der Energie AG näher ist, als die lange Bank der Bevölkerung.
    Zum Schämen, wie es um unser Land bestellt ist, jeder Wähler sollte einmal darüber nachdenken.

  6. Neue Nachtwanderwege – wirklich innovativ, überlege wie man diese im ganzen Land vernetzen und vermarkten könnte. Die Schwachstelle ist Linz, dort sind die Leitungen unter der Erde, da wird`s schwierig. Aber vielleicht hat unser Landesrat für Tourismus eine Lösung.

  7. Liebe Freunde im Mühlviertel!
    Als ihr demonstrierend durch Linz gezogen seid, bin ich auf euch aufmerksam geworden. Beeindruckt hat mich die große Zahl mit der ihr euer Anliegen vorgebracht habt. Vom Kind bis hin zu den Großeltern waren alle dabei.
    Beeindruckt hat mich aber auch eure Musik, nicht laut schreiend, nicht pfeifend, nein mit Klängen der Musik.
    Beim Hoamatland am Schluß wurde mir bewußt was Heimat bedeutet und wie schön es bei uns eigentlich ist.
    Seit dem verfolge ich eure Bemühungen auf eurer Homepage, gratuliere und bedanke mich dafür auf diesem Weg. Ich bin an den Wochenenden sehr viel mit Freunden und Bekannten im Mühlviertel unterwegs und es ist immer wieder schön die abwechslungsreiche Landschaft aber auch die gute Küche der Gastronomie zu genießen. Seit dem ist mir auch bewußt geworden, wie hässlich diese Leitungen wirklich sind, die wir in OÖ schon zur Genüge stehen haben. Wenn eure Studie stimmt und davon gehe ich aus, ist es wirklich eine Frechheit und ein Skandal was man den Menschen und dem Land da zumutet. Wenn dann noch der Tourismuslandesrat zu Freileitungen steht sowieso. Daher der Titel „Dolm der Woche“ auch meinerseits gerechtfertigt.
    Wünsche euch viel Erfolg, Herbert

  8. Einreichung für den FALTER-Ehrentitel „Dolm der Woche“
    Gratulation zu diesem genialen Entwicklungskonzept – „Welch ein Wurf“ !
    Wenn schon für die Stromversorgung des Mühlviertels unerheblich, dann könnte im Sinne des Tourismus-Landesrates Achleitner die Region mit der gigantischen Masten-Installation zum Urlaubermagnet werden.
    Für Energie-AG-Aufsichtsratsvorsitzenden Achleitner ergäbe sich eine klassische Win-win-Situation. Gesicherte Tarifeinnahmen des Netzbetreibers einerseits und das Mühlviertel hat auch was davon!
    Und Wirtschafts-Landesrat Achleitner könnte sich ebenso freuen, würde man doch für die unzähligen Mastenfundamente nebst Belebung der Stahlproduktion hunderte Tonnen Beton sinnvoll und gewinnbringend in den Boden einbringen.
    Ich schlage vor, Herren Achleitner bei der Zeitung DER FALTER für den „Dolm der Woche“ einzureichen. Das Blatt vergibt den Ehrentitel regelmäßig an Personen für ihre „herausragenden“ Ideen. Diesen Titel trugen schon Persönlichkeiten wie Paul Kiemberger, Norbert Hofer, Harald Mahrer, Georg Dornauer und ach ja, auch Günther Platter.
    Es grüßt eine treue Wählerin.
    Nachsatz:
    Unbestätigten Meldungen zufolge soll schon einmal ein Oberösterreicher hässliche Monster-Masten in die Landschaft gebaut und es damit in der E-Wirtschaft in Wien nach ganz oben geschafft haben. Der Titel „Dolm der Woche“ könnte auch die Karriere des Herrn Achleitner weiter befeuern.

  9. Ist der „Nachtwanderweg“ wirklich nur Satire, oder ist der Kern der Aussage eine Punktlandung, die den Nagel genau auf den Kopf trifft. Geht es überhaupt um die sichere Stromversorgung der Region und somit um die Bürger? Oder geht es um „Höheres“ ?
    Optimieren die Netzbetreiber auf dem Rücken der Menschen mit ihren Stromtransitautobahnen die Gewinne? Die Stromerzeugung ist nicht mehr lukrativ (in OÖ steigt seit Jahren der Stromimport > siehe Energiebericht des Landes OÖ) , der Stromtransport schon! Sind mit der bevorstehenden Stromwende solche Leitungen überhaupt noch notwendig? Studien darüber sagen das Gegenteil, nur sind sie einmal errrichtet bringen sie Gewinne, egal ob bzw. wie viel Strom transportiert wird,es zählt die Dimension der Leitung. Darum ist auch der Strombedarf in der Region unerheblich, man errichtet einfach so groß dimensionierte Leitungen „standartmäßig“, das Kontrollorgan E-Controll lässt das zu und das Ganze bezahlt natürlich der Stromkunde. „Die müssen sich eben an solche Leitungen gewöhnen“, hat einst ein Bürgermeister einer betroffenen Gemeinde von sich gegeben.
    Auch sollte man meinen, dass ein Tourismuslandesrat, der ja selber den sanften Tourismus und die Schönheit des Landes in Regionalzeitungen immer wieder hervorhebt, automatisch für ein Erdkabel eintreten müsste. Ja sollte man meinen – wäre da wohl nicht dieser Aufsichtsratsposten!

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