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Upgrade von 110 kV auf 220 kV möglich

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Es gibt Methoden, eine bestehende 110-kV-Freileitung auf 220 kV aufzurüsten. Ziemlich genau so verfahren die Netzbetreiber bei der Umgestaltung in Ebelsberg.
https://www.netzooe.at/projekte/leitungsprojekte/sichere-stromversorgung-zentralraum-oberoesterreich

Ein Konsortium aus der Austrian Power Grid (APG), der Netz Oberösterreich GmbH und der LINZ NETZ GmbH setzt bis zum Jahr 2030 ein Upgrade um. Dabei wird das alte regionale 110-kV-Netz rund um Linz durch einen 220-kV-Versorgungsring ersetzt.

1. Spannungsanhebung (Spannungsumstellung)

  • Maßnahme: Die bestehende Stromnetz-Infrastruktur wird in bestimmten Abschnitten von der 110-kV-Ebene auf die leistungsstärkere 220-kV-Ebene hochgestuft. Eine reine Spannungsumstellung ohne umfassenden Neubau funktioniert nur, weil dieser spezifische 110 kV Leitungsabschnitt bereits vorab für 220 kV dimensioniert und gebaut wurde.

  • Umsetzung: Auf dem Trassenabschnitt zwischen dem Anschlusspunkt Asten und dem Umspannwerk Pichling erfolgt diese Erhöhung weitgehend auf der bestehenden Freileitung.

  • Quelle: APG-Bauabschnitts-Leitfaden, Downloads: Bauabschnitt 2

2. Umbau von bestehenden Masten (Mastoptimierung)

  • Maßnahme: Um die für die höhere 220-kV-Spannung gesetzlich vorgeschriebenen Sicherheits- und Bodenabstände exakt einzuhalten, müssen bestehende Freileitungsmasten baulich erhöht werden.

  • Umsetzung: Auf der Teilstrecke zwischen dem Anschlusspunkt Asten und dem Umspannwerk Wegscheid werden im Bauabschnitt 3 punktuell 9 vorhandene Masten modifiziert. Dies geschieht durch den nachträglichen Einbau sogenannter Zwischenschüsse (zusätzliche Gittermastelemente zur Erhöhung). [1]

  • Quelle: APG-Bauabschnitts-Leitfaden, Downloads: Bauabschnitt 3

3. Teilweiser Ersatzneubau (Kombileitungen & Trassenerneuerung)

  • Maßnahme: Da die historische 110-kV-Infrastruktur (teilweise aus den 1940er-Jahren) statisch und technisch nicht für die schweren 220-kV-Leitungsseile ausgelegt ist, werden alte Masten abgerissen und neu gebaut.

  • Umsetzung: Es entstehen Kombimasten, die Systeme beider Spannungsebenen (220 kV und 110 kV) parallel auf einem Gestänge führen. Betroffen sind unter anderem die Abschnitte zwischen Ernsthofen und Asten sowie Bereiche in den Traunauen nördlich der Solar City.

  • Quelle: Downloads: Gemeindefactsheet Linz der APG

Uns wurde aus politischen Gesprächen mit einem wichtigen Landespolitiker berichtet: „Die Mühlviertelleitung sei – neben der Ableitung der Windparks – AUCH notwendig, damit Temelin-Strom an den Mann gebracht werden kann.“ Technisch wäre dies mit der aktuell geplanten 110-kV-Leitung kaum effizient darstellbar.

Es ist davon auszugehen, dass für eine Temelin-Transferleitung ein Upgrade auf 220 kV bzw. 380 kV unerlässlich sein würde. Es ist ebenso davon auszugehen, dass diese Leitung –  als Freileitung geplant – durch unser schönes Mühlviertel verlaufen würde.

Diese Leitungen wären nicht nur weithin sichtbar, sondern auch hörbar. Bei Nässe bzw. Feuchtigkeit durch die sogenannte Korona- oder Sprüh-Entladung. Durch die extrem hohe elektrische Spannung der Leiterseile wird das elektrische Feld in der unmittelbaren Umgebung so stark, dass die umgebende Luft ionisiert wird. Diese minimalen, permanenten Entladungen in die Luft wären als kontinuierliches Knistern oder tiefes Brummen akustisch bis zu 50 Dezibel (ähnlich dem Geräuschpegel eines modernen Geschirrspülers) wahrnehmbar.

Derzeit gibt es aus Tschechien eine 380 kV Exportleitung vom AKW Dukovany nach Dürnrohr, Gemeinde Zwentendorf (Bez. Tulln), sowie ein 22 kV Exportleitung in die Gemeinde Bisamberg (Bez. Korneuburg).

Daher ist es schon jetzt zwingend erforderlich, ein Erdkabel entlang der Gasleitung zu verlegen. Um zu verhindern, dass die Landespolitik vollendete Tatsachen schafft, welche die Lebensqualität im Mühlviertel massiv beeinträchtigt.

Wir, der Souverän, haben das bei der Wahl im nächsten Jahr
sogar selbst in der Hand!

IG Landschaftsschutz Mühlviertel – Rudolf Niederwimmer

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