Experten der Energietechnischen Gesellschaft (ETG) im Elektrotechnik-Verband VDE, eine der größten Technologie-Organisationen Europas, stellen eine neue Studie vor:
„Das Stromnetz selbst bietet noch umfangreiche Hebel, um den Ausbau der erneuerbaren Energien zu beschleunigen. Darauf verweisen Experten der Energietechnischen Gesellschaft (ETG) im Elektrotechnik-Verband VDE in einer jetzt veröffentlichten Studie vom August. Sie geben darin Empfehlungen, wie durch eine temporäre höhere Auslastung von Betriebsmitteln im Strombestandsnetz Reserven für das Netzengpassmanagement genutzt werden können. So ließen sich die Leitungen und entscheidende Netzbausteine schnell an die Integration von Solar- und Windkraft anpassen, ohne die Versorgungssicherheit zu gefährden.
… Im Ergebnis errechnete das Team bei Kabeln eine höhere Strombelastbarkeit von bis zu 60 Prozent, bei Transformatoren bis zu 50 Prozent. Leiterseile können demnach bis zu 58 Prozent mehr Beanspruchung aushalten, wenn sie auf witterungsabhängigen Freileitungsbetrieb eingestellt werden. Dabei wird aus Wetterdaten dynamisch die aktuelle Strombelastbarkeit berechnet und an die Leittechnik übergeben. Bei Schaltanlagen liegt die zusätzliche Belastbarkeit der Analyse zufolge bei 15 Prozent, was durch eine verbesserte Kühlung oder digitale Überwachung mit Sensoren erreicht werden könne.“
https://www.heise.de/news/Studie-Noch-grosse-Reserven-im-Stromnetz-zur-Integration-der-Erneuerbaren-9987288.html
Dazu passt auch die Aussage von Univ. Prof. Reichl vom Energieinstitut an der JKU:
„Stromnetze sind 99 Prozent des Jahres deutlich unter ihrer Auslastungsgrenze. Und nur um die Kapazitätsspitze zu erreichen, müssen wir unglaublich viel Geld investieren.“
„… Würde es uns gelingen, die Lastspitzen nur während der höchsten vier Stunden im Jahr wegzubringen, bräuchten wir 15 Prozent weniger Netzkapazitäten“. https://www.krone.at/3918475
Wenn man das Projekt Google Kronstorf mit den Aussagen dieser Experten in Beziehung setzt, könnte man doch glatt vermuten, wenn
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der Stromverbrauch aus dem Netz lt. E-Control zurückgeht (2025 bis Sept. – 51 GWh),
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durch intelligente Steuerung die Spitzenlast gekappt werden kann,
dann muss man offenbar mehr Strombedarf generieren, um weitere Netzausbauten in Milliardenhöhe zu argumentieren. Nach der bewährten Methode: Koste es was es wolle.
IG-Landschaftsschutz Mühlviertel – Rudolf Niederwimmer