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Dividenden am richtigen Platz?

Warum streichen vier Banken und eine Versicherung Dividenden von einem Unternehmen ein, das gesetzlich dem „Gemeinwohl“ verpflichtet ist?

Im §5 des ElWOG (Elektrizitätswirtschafts- und Organisationsgesetz) heißt es unter der Überschrift Gemeinwirtschaftliche Verpflichtungen: „Die Ausführungsgesetze haben vorzusehen, dass Elektrizitätsunternehmen die bestmögliche Erfüllung der ihnen im Allgemeininteresse auferlegten Verpflichtungen mit allen ihnen zur Verfügung stehenden Mitteln anzustreben haben.“

Natürlich sind Elektrizitätsunternehmen keine karitativen Organisationen, aber die Gewinne, die mit den Leitungsnetzen dieser Monopol-Unternehmen gemacht werden, sollten im Allgemeininteresse reinvestiert werden. So sieht es offenbar der Gesetzgeber vor und der hat sich sicher etwas dabei gedacht. Wie sonst sollte der Gesetzgeber ein Monopolunternehmen einhegen. Die Gewinne sollen eben reinvestiert werden.
Tatsache aber ist, dass die Energie AG sich ihrer exorbitant hohen Gewinne rühmt, diese jedoch nicht in zukunftsfähige Leitungsnetze, wie z.B. Erdkabel, investiert, sondern an ihre Aktionäre ausschüttet.

Warum beteiligen sich Oberbank, Raiffeisenlandesbank, OÖ Landesbank, OÖ Sparkasse und OÖ Versicherung an der Energie AG?

Sicherlich um Dividenden einzustreichen. Dazu sind sie ja auch ihren eigenen Aktionären verpflichtet. Aber, diese Unternehmen saugen Dividenden ab, die eigentlich dem Gesetz nach dem Gemeinwohl dienen sollten. Oberbank, Raiffeisenlandesbank und OÖ Versicherung haben sogar Sitz und Stimme im Aufsichtsrat und können daher auch ein gewichtiges Wort bei der Verteilung der Gewinne mitreden. Es geht um hohe Beträge, sonst würden diese professionell agierenden Unternehmen die Energie AG, auch wegen des Widerspruchs („Gemeinwirtschaftliche Verpflichtung“), aus ihrem Beteiligungsportfolio werfen. Ob dieses Dividendenschöpfen rechtens ist, wäre zu prüfen. Wenn ich Schwabe wäre, würde ich zumindest sagen, „das hat ein Geschmäckle“.

Teichfest zum Tag des Denkmals

Foto: Fredy

Unser Mitglied Hubert Pammer, Wirt zu Gutenbrunn und ein Verfechter des Erdkabels der ersten Stunde, hat am Sonntag 25. September seinen neu geschaffenen Landschaftsteich vorgestellt. Eine Teichlandschaft, die ausschließlich der Natur gewidmet ist und keinen wirtschaftlichen Zweck verfolgt. Flora und Fauna sollen und werden sich dort von selbst ausbreiten, ohne weiteres menschliches Zutun. Eben ein Naturdenkmal zum Tag des Denkmals.
Aufgespielt hat die Erdkabel-Combo. Dieses Quartett unterhielt mit witzigen und amüsanten Liedtexten rund 200 Gäste. Hubert, der großzügige Gastgeber, hielt alle Gäste mit Getränken und verschiedenen Köstlichkeiten frei.

Stromknappheit im INKOBA Sterngartl

Foto: Fredy

Und wieder hält uns die Energie AG vor, dass wir die Stromversorgung des INKOBA Gewerbegebietes in Bad Leonfelden mit unserem Widerstand gegen die Freileitung gefährden. Das halte ich einfach für eine Verdrehung der Tatsachen.

Niemand hinderte bisher die Energie AG, oder auch die Linz AG daran, dorthin eine neue Leitung zu legen!

Das einzige, was wir wollen ist, dass diese Leitung als moderne Erdkabelvariante ausgeführt wird. Zum Schutz von Mensch und Natur.
Wenn die Energie AG sowie die Linz AG nicht auf ihrem Justament-Standpunkt verharren würden, hätten sie diese Leitung schon vor 5 Jahren verlegen können (so lange dauert das Verfahren schon und noch einmal so lange wird es wahrscheinlich noch dauern). Und alle wären zufrieden.
Das INKOBA Gewerbegebiet hätte sicherlich kein Energieproblem. In der Natur wäre schon lange nichts mehr vom Einpflügen des Erdkabels zu sehen. Kein Grundbesitzer und kein Anwohner hätte sich jemals beschwert. Zum Vergleich, an das Verlegen der Ferngasleitung vor 40 Jahren können sich die Meisten kaum mehr erinnern und in der Natur ist davon ohnehin nichts mehr zu sehen.

Die Liebe zum gelöschten Netz und die „Kabelreserve“


Abermals wurde mir von einem Mitarbeiter der Netzbetreiber das Lied vom wunderbaren sogenannten „gelöschten Netz“ zum Besten gegeben. „Es sei daher am Land nur eine Freileitung möglich, um die Kabelreserve nicht zu schmälern“. Kabelreserve heißt dies deshalb, weil in einem gelöschten Netz (Patent aus 1917) nur eine begrenzte Kilometeranzahl an Erdkabel in das Gesamtleitungsnetz eingebracht werden kann.
Daher wollen die Herrschaften natürlich so wenig
als möglich an Erdkabel verlegen, um sich diese für Mensch und Natur zuträglichere Variante für die Stadt aufzuheben.

Das dürfte aber auch nicht mehr stimmen, denn aktuell wird im Süden von Linz (Kleinmünchen-Auwiesen und Neue Heimat) eine Freileitung geplant, die mitten durch Wohnviertel führt, mit Abständen von unter 50 Metern zu bewohnten Häusern. Das Umspannwerk Kleinmünchen, in einem Abstand von nur 20 Metern zu einem Wohnblock, wird als zeitgemäß angesehen. Ob man sich das auch in den „Nobelgebieten“ von Linz (Römerberg, Pöstlingberg, Magdalena udgl.) getrauen würde ?

Erdverkabelung laut Fachexperten machbar

Für diese Schwachstelle, nur wenige Kilometer Erdkabel sind in das OÖ Netz noch integrierbar, gibt es eine Lösung. In unserer Erdkabelstudie werden laut „dem“ international anerkannten Fachmann Prof. Dr. Brakelmann am Anfang und am Ende der Mühlviertel-Leitung sogenannte Trenntransformatoren installiert. Also „unsere“ Leitung würde „ihre Kabelreserve in keinster Weise schmälern.


Rudolf Niederwimmer, Interessengemeinschaft Landschaftsschutz Mühlviertel

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